Content Marketing Trends 2020

Quelle: Ivanko80/shutterstock.com

Worauf es 2020 im Content Marketing ankommt, ist die Optimierung relevanter Inhalte für das Smartphone sowie eine verstärkte Präsenz auf Social-Media-Kanälen und Sprachassistenten. Denn so ist es Unternehmern möglich, den persönlichen Kontakt zu Usern aufrechtzuerhalten und schnelle Interaktionen zu fördern.

Potentielle Kunden werden zukünftig eine angenehmere User-Experience erwarten. Die Customer Journey wird nicht länger ein langsamer Prozess sein, der auf das Aufbauen von Vertrauen ausgelegt ist. Wenn der User etwas will, dann will er es sofort: sofort wissen und sofort kaufen. Das heißt für Unternehmen, sich auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Möglichkeiten der sofortigen Vertrauensgewinnung einzustellen. Dabei darf für den Nutzer emotional ansprechender Inhalt nicht aus den Augen verloren werden.

1. Messenger Marketing für eine persönliche Kommunikation

Wer noch nicht die Vorteile des Messenger Marketing als Strategie des Content Marketing erkannt hat, sollte möglichst schnell damit anfangen. Die Kommunikation über mobile Apps wird 2020 an Relevanz weiter zunehmen. Denn die direkte Interaktion ermöglicht einem nicht nur Lead-Generierung, sondern auch das Kundenverhalten besser zu verstehen. Für die Kommunikation über Messenger Apps setzen Unternehmen oft Chatbots ein, um einen ständigen und sofortigen Austausch mit Nutzern zu gewährleisten. Automation wird in diesem Zusammenhang großgeschrieben. Somit erreichen Unternehmen ebenfalls eine höhere Interaktionsrate.

Die 3 fundamentalen Vorteile:

• Relevante Inhalte, die individuellen Bedürfnissen entsprechen können gezielt an eine Zielgruppe vermittelt werden
• Eine natürliche, schnelle und direkte Kommunikation wird ermöglicht
• Eine höhere Interaktions- und Klickrate wird erzielt
Auch künstliche Intelligenz wird immer mehr in die automatisierte Kommunikation mit der Zielgruppe eingesetzt. IBM bietet die KI Watson, die nicht nur die semantische Bedeutung erfassen, sondern auch Keywords erkennen und sie klassifizieren, und Emotionen wie Konzepte begreifen kann. Diese kognitive Leistungsfähigkeit sollten Marketer ebenfalls für ihre Marketing-Strategien in den Social-Media-Kanälen nutzen.

2. Relevanz von Facebook nimmt ab

Präsenz auf digitalen Kommunikationskanälen ist ein unumstrittener Trend für das Jahr 2020. Doch sollten sich Unternehmer genau überlegen, welche Plattform für die Umsetzung der Content Marketing-Strategien geeignet ist.
Dabei ist der Link-Post auf Facebook die meistgenutzte Beitragsart, um mehrwertigen Content an die Zielgruppe zu bringen. Doch was viele Hersteller ignorieren: Facebook ist irrelevant für die Erhöhung der Interaktionsrate. Zukünftig sollten Marketer also unbedingt andere Kommunikationsplattformen nutzen. WhatsApp gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung und ist bei der jungen Zielgruppe das Medium Nummer 1. Ebenfalls relevant für eine größere Reichweite und mehr Traffic werden LinkedIn und Xing, die sich für eine Positionierung der Marke eignen.

3. Voice Apps für mehr Präsenz in der Customer Journey

„Alexa, bestell mir einen Caffè Mocha von Starbucks.“
Sprachsteuerung ist die rasanteste Entwicklung über mobile Geräte, weswegen Unternehmen zügig ihre Ressourcen auf produktbegleitende Voice Apps mobilisieren sollten. Zukünftig werden nämlich Einkäufe und Bestellungen bequem per Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant erfolgen. Dabei sollte auch hier darauf geachtet werden, dass Content mit Mehrwert kreiert, auf die Text-to-Speech-Technologien angepasst und sie den Kundenerwartungen entsprechen.
Aus Marketingsicht ergeben sich verschiedene Zwecke, wie z.B.
• Positive Positionierung der Marke und Produkten und Image-Effekte
Traffic- und Leadgenerierung
• Präsenz auf mündlicher Kommunikationsebene
• Individuelle und verbesserte User- und Customer Experience

4. Mikro-Momente für Content Marketing nutzen

Mikro-Momente von Google sind Momente, bei der sich eine Person dem digitalen Medium zuwendet, um sein Bedürfnis zu befriedigen, etwas zu wissen, zu einem Ort zu gehen, etwas selbst zu machen oder zu kaufen. Wertvolle Informationen über die Nutzerintentionen können in solchen Momenten extrahiert werden.
Hier gilt es zukünftig für Unternehmen, auch in der kurzen Kundenreise über das Smartphone präsent zu sein und die Möglichkeiten optimal zu nutzen. Worauf es ankommt ist die Vorhersage von diesen Micro-Moments, um dem potentiellen Kunden sofort den Content zu bieten, den er braucht. Dazu gehört im Vorhinein, Bedürfnisse der Zielgruppe zu verstehen und sich auf diese einzustellen.

5. Influencer-Marketing: Mikro oder Makro?

In diesem Zusammenhang stehen Brand Trust und persönliche Kommunikation. Aktuelle Entwicklungen deuten darauf hin, dass die meisten Effekte mit Mikro-Influencern erzielt werden können. Marketer können vor allem die unmittelbare Nähe zu den Abonnenten und das bestehende Vertrauensverhältnis zwischen beiden Einheiten nutzen, um ihre Produkte und Marken zu präsentieren. Durch die hohe Interaktion und Expertenwissen in einem bestimmten Gebiet, kann der Inhalt eine Zielgruppe optimal ansprechen. Zudem gewinnen Influencer mit weniger Followern an Glaubwürdigkeit und wirken authentisch – was sich wiederum positiv auf die Marke auswirkt.
Im Gegensatz zu Micro-Influencern nimmt die Vertrauensbasis sowie das User-Engagement zunehmend ab, je mehr Follower ein Makro-Influencer hat. Daher ist ein ganz klarer Trend für 2020 Micro-Influencer-Marketing.

Alles dreht sich um die Optimierung mobiler Contents

Alle 5 Content Marketing Trends 2020 lassen sich auf eine Entwicklung zurückführen: mobile Präsenz auf allen Kommunikationskanälen durch direkte persönliche Interaktion mit den Usern, individuellen, auf den Nutzerbedürfnissen angepassten Inhalt und durch Mithalten mit dem Tempo der User. So wird das neue Jahr ein erfolgreiches Content Marketing Jahr.

Autor: Fionn Kientzler

Redaktion
Die Redaktion von marketing.ch liefert seit 2012 regelmässig spannende Inhalte rund um das Thema Marketing. Wenn kein anderer Autor hinterlegt ist, hat das marketing.ch Team gemeinsam unter diesem Account an den Artikeln gearbeitet. 🙂

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