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Battle Facebook gegen Apple geht in die zweite Runde

Im Sommer kündigte Apple an, dass Entwickler ab iOS 14 die User um Erlaubnis fragen müssen, um ihre IDFA-Kennungen für Ad Targeting zu verwenden zu dürfen. Das wird voraussichtlich zu einer drastischen Reduktion von App-Tracking und Targeting führen. Facebook ist nicht glücklich über Apples Beschränkungen und hat das unlängst deutlich gemacht. Nun geht die Werbeschlacht in eine neue Phase.

Facebook deutete bereits an, dass diese Beschränkungen das Ende des Audience Network – das Facebook-Daten für das Targeting von Anzeigen auf anderen Websites und Apps verwendet – auf iOS bedeuten könnte. Am Mittwoch schaltete Facebook nun Anzeigen in der New York Times, dem Wall Street Journal und der Washington Post und erklärte, man wolle für kleine Unternehmen einstehen und sich in deren Namen gegen Apple stellen. Diese Aussagen bekräftigte Facebook in einem Blogpost.

Statement von Facebook im Kampf gegen Apple

Das sieht auf den ersten Blick natürlich nach einer PR-Kampagne zum Schutz des Anzeigengeschäftes von Facebook aus. Dan Levy, Vice President für Anzeigen und Geschäftsprodukte des Unternehmens, sprach heute mit Reportern, um dagegen zu argumentieren. Zum einen sagte er, dass Facebook mit seinem „diversifizierten“ Werbegeschäft die Auswirkungen nicht so stark spüren wird wie kleine Unternehmen. Die potenziellen Herausforderungen beim Ad-Targeting seien bereits im letzten Ergebnisbericht eingeräumt worden und das Unternehmen habe dies einkalkuliert. Kleine Unternehmen seien jedoch auf Targeting angewiesen, um effiziente Werbekampagnen durchführen zu können und bräuchten diese Effizienz aufgrund kleiner Budgets.

Small businesses will struggle to stay afloat and many aspiring entrepreneurs may never get off the ground.

Levy deutete auch an, dass Apple von den Änderungen profitieren könnte, wenn Entwickler weniger Geld mit Anzeigen über Facebook und anderen Plattformen verdienen und sich somit vielleicht mehr auf Abonnements oder In-App-Transaktionen verlassen müssen (wobei Apple eine viel diskutierte Gebühr kassiert).

Apple veröffentlichte mittlerweile ein Statement, in dem es die Wichtigkeit von Datenschutz hervorhob. Facebook müsse seine Herangehensweise an das Tracking von Usern nicht ändern, lediglich den Nutzern eine Wahl lassen.

„We believe that this is a simple matter of standing up for our users. Users should know when their data is being collected and shared across other apps and websites — and they should have the choice to allow that or not. App Tracking Transparency in iOS 14 does not require Facebook to change its approach to tracking users and creating targeted advertising, it simply requires they give users a choice.“

Simon Chiozza
Simon ist das perfekte Beispiel für die Symbiose aus Journalismus und Marketing, die wir auf marketing.ch erreichen möchten. Er arbeitete viele Jahre im Marketing, bevor er seine zweite grosse Leidenschaft im Journalismus fand. Als unser "News-Guy" sorgt er dafür, dass ihr immer mit den aktuellsten News versorgt seid.

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